Männliche Bundestagsabgeordnete üben häufiger Nebentätigkeiten aus als ihre weiblichen Kollegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Mit der Studie wollte das WZB untersuchen, welche Rolle das Geschlecht auf bezahlte und ehrenamtliche Nebenjobs der Abgeordneten hat. Das Ergebnis: Beim "durchschnittlichen" männlichen Abgeordneten lassen sich 4,37 Nebentätigkeiten verbuchen, bei der "durchschnittlichen" weiblichen Abgeordneten nur 3,37.
Gleichzeitig zeigte sich, dass Männer mit Kindern Bundestagspräsident Norbert Lammert mehr Nebentätigkeiten melden als Männer ohne Kinder. Bei den weiblichen Abgeordneten mit Kindern sieht es dagegen anders aus: Sie haben im Schnitt weniger Nebenämter. Für die WZB-Forscher entspricht diese Beobachtung dem Muster anderer aktueller Studien über die Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern.
Mittwoch, 1. September 2010 um 17:56
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