Köln (ots) - Die Bundesregierung wird dem Willen des
Isaf-Oberbefehlshabers David Petraeus voraussichtlich entsprechen und
mehr Bundeswehrsoldaten zur Ausbildung der afghanischen Streitkräfte
("Partnering") an den Hindukusch schicken. Im Gegenzug wird die
Bundesregierung die sechs Tornado-Aufklärungsflugzeuge von dort
abziehen. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Donnerstag-Ausgabe) unter Berufung auf führende Koalitionskreise.
"Ich halte das für eine notwendige Maßnahme", sagte die
sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke
Hoff, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Da wir uns zum Partnering
verpflichtet haben, müssen wir im Rahmen des bestehenden Kontingents
die nötigen Kräfte freischaufeln." Der verteidigungspolitische
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ernst-Reinhard Beck,
erklärte mit Blick auf die Tornados: "Wenn der Isaf-Oberbefehlshaber
diese Fähigkeit nicht mehr benötigt, dann sollten wir darauf
reagieren." Er fügte hinzu: "Die Ausbildung der afghanischen
Sicherheitskräfte ist derzeit die wichtigste Aufgabe für die
internationale Gemeinschaft."
Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger
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