Düsseldorf (ots) - Beim Bau der Kohlenmonoxid-Pipeline hat Bayer
gespart - nicht an Sicherheit, wie die Gegener gerne behaupten,
sondern an Kommunkation. Der Konzern habe unterschätzt, wie wichtig
offene Kommunikation ist, hatte selbst Christa Thoben, die
Pipeline-freundliche Wirtschaftsministerin, kritisiert. Für die
einstige Verkleinerung der Schutzmatten, die die Röhre vor
unvorsichtigen Baggern schützen sollen, gab es gute Gründe. Doch
Bayer erklärte sie nicht. Kein Wunder, dass das auch das
Verwaltungsgericht bei der Verhandlung über Bayers Eilantrag
beanstandete. Da dieses Gericht auch endgültig entscheiden wird, ob
die Pipeline jemals in Betrieb geht, rüstet Bayer nun nach. Warum
nicht gleich?
Denn in der Sache hat der Konzern ja Recht. Der Standort Krefeld
braucht das preiswerte Gas, das in Dormagen als Abfallprodukt
anfällt. Die Alternativen zur gut geschützten Röhre heißen: Lkw, die
das giftige Gas über die Straßen fahren, und langfristig ein Aus für
Krefeld. Wollen die Pipeline-Gegner und die sie blind umarmenden
(Kommunal-)Politiker das? Vom sich gegenseitig die Haare schneiden
kann ein Land nicht leben, erst recht kein Industrieland wie NRW. Das
sollte man langsam auch im Kreis Mettmann begreifen.
Originaltext: Rheinische Post
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